Hitzebedingte Todesfälle sind modellgestützte Schätzungen
(keine tatsächlich erfassten Sterbefälle) für die Sommermonate Juni bis August
der Jahre 2000 bis 2026 in 854 europäischen Städten mit rund 158 Millionen
Erwachsenen ab 20 Jahren. Die Modelle verknüpfen die im ERA5-Datensatz
erfassten täglichen Durchschnittstemperaturen mit den Sterblichkeitsmustern von
fünf Altersgruppen – von 20 bis 44 Jahren bis hin zu 85 Jahren und älter.
Außerdem berücksichtigen sie sozioökonomische Faktoren und die geografische
Lage der Städte. Für die dargestellten Schätzungen werden die jeweiligen
jährlichen Bevölkerungszahlen und Sterberaten verwendet. Die Schätzungen für
ein hypothetisches Klima ohne Klimakrise beruhen auf derselben Methode, wobei
die menschengemachte Erwärmung mithilfe von Klimamodellen aus den Temperaturen
herausgerechnet wird. Die untersuchten Städte orientieren sich an der
Definition des EU Urban Audit und umfassen insgesamt 40 Prozent der Bevölkerung
in 30 europäischen Ländern.